Dachrechner
Pult-, Sattel-, Walm-, L- und T-Dach: Sparren, Ziegel oder Blech, Folie, Lattung, Rinnen
So funktioniert die Berechnung
Wählen Sie die Dachform (Pult, Sattel, Walm, L oder T mit Kehlen oder manuelle Flächen) und geben Sie Wandmaße, Neigung und Überstände ein. Legen Sie Sparrenabstand, Querschnitte und verfügbare Holzlängen, die Eindeckung (Ziegel oder Profilblech) und die Schichten fest. Der Rechner ermittelt Flächen, Dachlinien und jede Sparrenlänge aus der Geometrie, fasst gleiches Material vor dem Runden zusammen und zeigt Draufsicht und Schnitt.
Formel und Annahmen
Wahre Fläche = Grundrissfläche ÷ cos α. Grat beim Walmdach = W/2 × √(2 + tan² α). Sparren = Grundrisslänge ÷ cos α. Ziegel = Fläche × Stk./m². Folienrollen = ⌈Fläche × (1 + Reserve) ÷ ((Breite − Seitenüberlappung) × (Länge − Stoßüberlappung))⌉.
Rechenbeispiel
Satteldach 10 × 8 m, Neigung 30°, ohne Überstand: 80 ÷ cos 30° = 92,38 m²; bei 12 Ziegeln/m² sind das 1109 Ziegel, jeder Sparren 4 ÷ cos 30° = 4,62 m. Walmdach 12 × 8 m, 35°: First 12 − 8 = 4 m, jeder Grat 4 × √(2 + tan² 35°) = 6,31 m.
Weitere Rechenbeispiele
- Pultdach 6 × 4 m, 10°: Sparren 4 ÷ cos 10° = 4,06 m.
- L-Dach 10 und 8 m, Breite 6 m, 40°: Firste 7 + 5 m, Grat und Kehle je 4,93 m.
Flächenfaktor nach Neigung (wahre Fläche = Grundriss × Faktor)
| Neigung (°) | Faktor 1/cos α | Dach-m² je 100 m² Grundriss |
|---|---|---|
| 15 | 1,035 | 103,5 |
| 22,5 | 1,082 | 108,2 |
| 30 | 1,155 | 115,5 |
| 35 | 1,221 | 122,1 |
| 45 | 1,414 | 141,4 |
Was den tatsächlichen Verbrauch beeinflusst
- Die Neigung bestimmt wahre Fläche und Sparrenlänge.
- Die Dachform bestimmt First, Grate, Kehlen und Bleche.
- Lattenabstand, Deckbreite und Folienüberlappungen bestimmen die Stückzahlen.
Häufige Fehler
- Dachfläche aus dem Grundriss ohne Neigung.
- Trauf- und Ortgangüberstände vergessen.
- Gleiches Material für jeden Dachteil getrennt gerundet.
Häufige Fragen
Warum ist die Dachfläche größer als der Grundriss?
Eine geneigte Fläche ist länger als ihre Projektion: bei gleicher Neigung aller Flächen ist die wahre Fläche die Grundrissfläche geteilt durch den Kosinus der Neigung.
Prüft der Rechner das Tragwerk?
Nein. Sparrenquerschnitte und Abstände geben Sie vor; Schnee- und Windlasten muss ein befugter Tragwerksplaner bemessen.